Helena (Flavia Julia Helena)

Namenstage: Helena, Ellen, Ilka, Ilona, Ilonka, Lena, Marlene

Funktion: Heilige, römische Kaiserin (Augusta), Mutter von Konstantin I. dem Großen (Heiliger)

Gedenktag: 18. August

orthodoxe Ostkirchen 21. Mai

Patronat: Frankfurt am Main, Pesaro und Ascoli (Italien); Bistümer Bamberg, Trier, Basel; der Färber, Nadler (Nadelfabrikanten), Nagelschmiede, Schatzgräber, Bergwerke; gegen Blitzschlag und Feuer; zur Aufdeckung von Diebstählen und Wiedererlangen verlorener Gegenstände

Flavia Julia Helena wurde vermutlich um das Jahr 257 in Depranum, einem Dorf in Kleinasien (heute Yalova/Deprane, Nordwesttürkei), geboren. Es gibt Vermutungen, sie sei aus Trier oder Britannien (York oder Colchester), Letzteres ist aber unwahrscheinlich. Auch ihre Herkunft ist nicht eindeutig zu klären, es ist aber anzunehmen, dass sie aus einfachen Verhältnissen kam.
Als Konkubine des römischen Offiziers Constantius Chlorus bekam sie um das Jahr 280 einen Sohn, den sie Konstantin nannte und der später den Beinamen »der Große« erhalten sollte. Als Constantius Chlorus Mitkaiser von Diokletian wurde, trennte er sich aufgrund ihrer einfachen Herkunft von Helena, und sie erhielt von ihm ein Haus in Trier. Ihr gemeinsamer Sohn Konstantin ging an den Hof des Kaisers Diokletian und wurde dort erzogen. 306 wurde Konstantin zum Kaiser ausgerufen (ab 324 war er Alleinherrscher über das Römische Reich). Konstantin holte seine Mutter Helena an den Hof und machte sie zur »Augusta«, zur Kaiserin. Um das Jahr 312 ließ sich Helena taufen, es ist nicht sicher, ob sie ihren Sohn im Glauben beeinflusste oder umgekehrt. Bekannt ist die rege Reisetätigkeit der Helena, u. a. ins Heilige Land. Sie veranlasste den Bau zahlreicher Kirchen, z. B. Santa Croce in Rom, die Apostelkirche in Byzanz (jetzt Fatihmoschee), die Geburtskirche in Bethlehem und die Kirche auf dem Ölberg. Nicht gesichert ist, ob sich die Kirche St. Gereon in Köln auch Helena verdankt. Neben den Gotteshäusern und Klöstern ließ sie Spitäler und Hospize für die Armen und Kranken errichten.
Legenden aus dem 11./12. Jahrhundert berichten, dass Helena auf ihrer Reise ins Heilige Land ums Jahr 326 intensiv nach dem Kreuz gesucht haben soll, an dem Jesus Christus gestorben war. Sie soll es auch gefunden haben, dabei das Schild mit den Buchstaben »INRI«, einige Nägel und das Gewand, das Jesus getragen hatte. Auch die Entdeckung der Gebeine des Apostels Matthias wird Helena zugeschrieben. Den »Heiligen Rock« soll Helena an den Bischof von Trier verschenkt haben. Dort ruht er im Dom, die Gebeine des Apostels werden in der Kirche des Benediktinerklosters St. Matthias verwahrt. Helena starb um das Jahr 336, vermutlich in Nikomedia (heute Izmit, Türkei). Reliquien von ihr gibt es heute u. a. in Rom (Santa Maria in Aracoeli), Trier und in der Abtei Hautevilliers (Frankreich).

Darstellung: als Kaiserin; auch zusammen mit ihrem Sohn Konstantin oder Personen, die mit der Passion und dem Kreuz Christi verbunden sind

Attribute: Krone, Zepter, Kirchenmodell (Stifterin zahlreicher Kirchen), großes Kreuz mit drei Nägeln und INRI-Schild (weil ihr die Legende die Auffindung des Kreuzes Christi zuschreibt)

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010

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