Patronat: Schweden (Nationalheiliger)
Erik, 1120 als Sohn des Adligen Jedvard (von dem sonst nichts bekannt ist; möglicherweise stammte er aus England) in Västergötland geboren, wurde 1150 als Nachfolger König Sverkers zum König Upplands gewählt, 1155 oder 1156 dann zum König aller Schweden. Er soll sehr fromm und asketisch gelebt haben. Durch Bischof Heinrich von Uppsala veranlasst, führte er in den Jahren 1154 bis 1157 von Turku (westlich von Helsinki) aus einige Feldzüge gegen die Finnen, um sie zu christianisieren, und erbaute mehrere Kirchen und Klöster. Im eigenen Land stärkte er die Kirche und kämpfte gegen heidnisches Brauchtum, das von den erst jüngst missionierten Schweden überall noch gepflegt wurde. Unter seiner Regentschaft wurde der Dom von Uppsala ausgebaut, die Stadt selbst wurde 1164 Erzbistum. Mit seinem Kampf gegen die alten Götter schuf er sich auch Feinde: Der dänische Thronfolger Magnus Henriksson ließ ihn am Himmelfahrtstag 1160 während oder unmittelbar nach einem Gottesdienst ermorden. Sein Leichnam wurde der Legende nach ins Haus einer blinden Witwe gebracht, die, nachdem sie ihre Augen mit dem Blut des Toten benetzt hatte, plötzlich wieder sehen konnte. Schon bald verehrte man Erik als Heiligen; das erste Mal erwähnt ist dies in einem Kirchenkalender von 1198. Seine Gebeine ruhen heute im Dom von Uppsala in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar.
Darstellung: als jugendlicher König vor einem Altar
Attribute: Krone, Zepter, Reichsapfel; Kirchenmodell; Schwert

Quelle: Herder-Verlag


