Opulente Klangfülle begeisterte die Besucher

Domorganist Prof. Klemens Schnorr zeigte sein Können an der Vleugels-Orgel im Erftaldom

Hardheim. (bac) Das erste der drei geplanten „3D-Orgelkonzerte“ an der Vleugels-Orgel lockte am Sonntag die Freunde der klassischen Musik in die Pfarrkirche St. Alban. Der gebürtige Amorbacher Prof. Klemens Schnorr, Domorganist am Freiburger Münster, glänzte dabei mit seinem furiosen Können. Im Namen des „Freundeskreises Erftaldomorgel“ begrüßte Pfarrgemeinderatsvorsitzender

Bernhard Berberich die Gäste. Er erläuterte, dass sich der Name „3D-Konzerte“ für die drei Orgelkonzerte des Jahres 2007 aus mehreren Gründen angeboten habe.

Zum einen stehe das „3D“ als Abkürzung für die die drei namhaften Domorganisten, die man dafür habe gewinnen können. Zum anderen sei der Titel eine Anspielung für die besondere Akustik, die

im Erftaldom herrsche. Bernhard Berberich dankte abschließend Orgelbaumeister Hans-Georg Vleugels, auf dessen Initiative hin diese Konzerte möglich geworden seien.

 

Danach ging Prof. Klemens Schnorr in einer kurzen Einführung auf das folgende Konzert ein. Zunächst drückte er seine Freude darüber aus, dieses Konzert ganz in der Nähe seiner Heimat spielen zu können. Das Programm sei ganz auf die Passionszeit abgestimmt. So habe er nur Stücke deutscher Künstler ausgewählt, die in diese Zeit passen. Daneben wollte er genau diese Werke haben, da sie die Klangfülle der Räume des Erftaldoms optimal ausnutzen würden.

 

Zum Auftakt erklang die Orgelpartita „Sei gegrüßt, Jesu gütig“ in elf Variationen von Johann Sebastian Bach. Danach folgten „Introduktion und Passacaglia“ d-Moll sowie das Choralvorspiel „Strafe mich nicht in deinem Zorn“ von Max Reger. Mit Karl Höller, dem 1987 verstorbenen Komponisten des folgenden Werkes „Ciacona op. 54“, war Prof. Klemens Schnorr noch persönlich bekannt gewesen,

da Höller an der Musikhochschule München, wo Schnorr studierte, unterrichtete. Den Abschluss des ansprechenden Programms bildete die Sonate c-moll, „94. Psalm, Herr Gott, dess die Rache ist,

erscheine“ des mit 24 Jahren verstorbenen Komponisten Julius Reubke. Nach dem berschwänglichen Applaus der etwa 100 Zuschauer spielte Prof. Schnorr als Zugabe den Satz „Air“ aus der D-Dur-Suite von Johann Sebastian Bach.