Eröffnung der diesjährigen Konzertsaison: Ulrich Knörr ließ die „Königin der Instrumente“ erklingen Orgelkonzert widmete sich der großen Bach-Familie Ulrich Knörr aus Rothenburg gestaltete das Orgelkonzert am Sonntag in Hardheim.Dieses widmete sich der großen Bach-Familie. © Brosch Hardheim.

Quelle: A.Brosch
In seiner kurzen Begrüßungsansprache seitens des Freundeskreises "Erftaldomorgel" ging Bernhard Berberich näher auf das Programm ein, ehe der Organist sich kurz vorstellte. Durch sein Studium der evangelischen Kirchenmusik sowie des Konzertfachs "Orgel" an der Münchner Musikhochschule, wo ihn international bekannte Lehrer unterrichteten, ist der Mittelfranke auf seinem Gebiet eine arrivierte Größe. Seit gut zwei Jahrzehnten wirkt er als Kirchenmusikdirektor der St.-Jakobs-Kirche in Rothenburg ob der Tauber und bekleidet dort auch das Amt des Dekanatskantors.
Musikalisch wurde ein Querschnitt durch die Welt der weit verzweigten Familie Bach geboten. Den flotten Einstieg in das Konzertprogramm - sozusagen die Ouvertüre - bot "Präludium und Fuge in Es-Dur" nach Johann Christoph Bach, während die Partitia "Wenn wir in höchsten Nöten sein", eine Komposition von Johann Michael Bach, eher bedächtige, dabei jedoch gleichermaßen sehr rasche Klänge offerierte.
Opulente und anmutige Klangwelten öffnete "Du Friedefürst, Herr Jesu Christ" (Johann Bernhard Bach). Selbstverständlich durften auch die "Toccata D-Dur" des Großmeisters Johann Sebastian Bach und das Choralvorspiel "Christe, du bist der Tag" nach Vorlage des Wilhelm Friedemann Bach nicht im Programm des Konzertes fehlen. Carl Philipp Emanuel Bach steuerte die Sonate in F-Dur bei, während der Organist im Falle von Johann Christoph Friedrich Bach das Präludium in e-Moll ausgewählt hatte.
Hommage an die Bachs Nach der "Fantasie und Fuge F-Dur" nach Johann Ernst Bach wurde ein besonderes "Special" präsentiert: Den Abschluss der imposanten instrumentalen Vorstellung markierte das "Präludium und Fuge über B-A-C-H" des österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Liszt.
"Bach ist einer der wenigen Familiennamen, die man auch in Noten schreiben kann", begründete Ulrich Knörr die Auswahl dieses Werks und fügte hinzu, dass Liszt ein großer Verehrer des musikalischen Vermächtnisses der Musikerfamilie Bach gewesen sei, weswegen jenes Stück als Hommage an die Bachs zu sehen sei. Auf diese Weise geriet das Orgelkonzert nicht nur zu einer Musikreise, sondern ebenfalls zu einem "Flug" durch verschiedene stilistische musikhistorische Epochen: Nicht nur die von der Familie Bach thematisierte Stilepoche des Barocks, sondern auch die romantische Zeit, welche das künstlerische Wirken von Liszt maßgebend beeinflusste, wurden angeschnitten.
Organist Ulrich Knörr reizte zu jeder Zeit griffsicher die klanglichen Möglichkeiten der Orgel aus und zog buchstäblich "alle Register". Dadurch erzeugte er einen perfekten Beweis für die spektrale Wandlungsfähigkeit des Instruments. Sowohl lebhafte als auch tiefergehende Stücke wurden präsentiert, während andere wieder zum Träumen einluden. Die "Königin der Instrumente", welche sich gerade für die majestätisch anmutenden, recht anspruchsvollen Bach'schen Werke hervorragend eignet, konnte auf diese Weise ihre besondere klangliche Dominanz voll entfalten; durch die prächtige Kulisse des Erftaldoms kam zusätzlich eine ganz eigene Ausstrahlungskraft auf. Das Publikum honorierte die begeisternde Aufführung mit entsprechendem Beifall. ad
© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 04.02.2014
Musikalisch wurde ein Querschnitt durch die Welt der weit verzweigten Familie Bach geboten. Den flotten Einstieg in das Konzertprogramm - sozusagen die Ouvertüre - bot "Präludium und Fuge in Es-Dur" nach Johann Christoph Bach, während die Partitia "Wenn wir in höchsten Nöten sein", eine Komposition von Johann Michael Bach, eher bedächtige, dabei jedoch gleichermaßen sehr rasche Klänge offerierte.
Opulente und anmutige Klangwelten öffnete "Du Friedefürst, Herr Jesu Christ" (Johann Bernhard Bach). Selbstverständlich durften auch die "Toccata D-Dur" des Großmeisters Johann Sebastian Bach und das Choralvorspiel "Christe, du bist der Tag" nach Vorlage des Wilhelm Friedemann Bach nicht im Programm des Konzertes fehlen. Carl Philipp Emanuel Bach steuerte die Sonate in F-Dur bei, während der Organist im Falle von Johann Christoph Friedrich Bach das Präludium in e-Moll ausgewählt hatte.
Hommage an die Bachs Nach der "Fantasie und Fuge F-Dur" nach Johann Ernst Bach wurde ein besonderes "Special" präsentiert: Den Abschluss der imposanten instrumentalen Vorstellung markierte das "Präludium und Fuge über B-A-C-H" des österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Liszt.
"Bach ist einer der wenigen Familiennamen, die man auch in Noten schreiben kann", begründete Ulrich Knörr die Auswahl dieses Werks und fügte hinzu, dass Liszt ein großer Verehrer des musikalischen Vermächtnisses der Musikerfamilie Bach gewesen sei, weswegen jenes Stück als Hommage an die Bachs zu sehen sei. Auf diese Weise geriet das Orgelkonzert nicht nur zu einer Musikreise, sondern ebenfalls zu einem "Flug" durch verschiedene stilistische musikhistorische Epochen: Nicht nur die von der Familie Bach thematisierte Stilepoche des Barocks, sondern auch die romantische Zeit, welche das künstlerische Wirken von Liszt maßgebend beeinflusste, wurden angeschnitten.
Organist Ulrich Knörr reizte zu jeder Zeit griffsicher die klanglichen Möglichkeiten der Orgel aus und zog buchstäblich "alle Register". Dadurch erzeugte er einen perfekten Beweis für die spektrale Wandlungsfähigkeit des Instruments. Sowohl lebhafte als auch tiefergehende Stücke wurden präsentiert, während andere wieder zum Träumen einluden. Die "Königin der Instrumente", welche sich gerade für die majestätisch anmutenden, recht anspruchsvollen Bach'schen Werke hervorragend eignet, konnte auf diese Weise ihre besondere klangliche Dominanz voll entfalten; durch die prächtige Kulisse des Erftaldoms kam zusätzlich eine ganz eigene Ausstrahlungskraft auf. Das Publikum honorierte die begeisternde Aufführung mit entsprechendem Beifall. ad
© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 04.02.2014
